Baukredit
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Wer als Familie ins Eigenheim ziehen will, braucht eine passende Immobilie oder einen Bauplatz – und natürlich das nötige „Kleingeld“.

Summen beim Erwerb von Wohneigentum jenseits der 150.000 Euro sollte man durchaus bereit sein einzuplanen.

Trotzdem: Niedrige Darlehenszinsen sorgen dafür, dass Haushalte in letzter Zeit den Baukredit stärker nachfragen.

Allein im Januar 2016 lag das Volumen der Wohnungsbaukredite – laut Bundesbank – bei 18,5 Milliarden Euro.


Baukredit: Hier drohen teure Stolperfallen

Beim Thema Baufinanzierung sehen viele Haushalte zuerst günstige Darlehenszinsen. Mit unter zwei Prozent – das aktuell realistische Durchschnittsniveau beim Bauzins – bleiben selbst 100.000 Euro Kreditsumme im Vergleich zu früheren Jahren günstig.

Aber: In der Praxis führen falsche Entscheidungen dazu, dass trotz niedriger Darlehenszinsen der Hauskredit teuer wird. Was kann für diesen Sachverhalt entscheidend sein?

Ein sehr wichtiger Punkt, den Bauherren gern unterschätzen, ist die Sollzinsbindung. Letztere definiert jenen Zeitraum, über welchen Bank und Kreditnehmer sich auf die Gültigkeit der Konditionen verständigen. Üblich sind beim Baukredit fünf bis 15 Jahre.

Wer sich in Richtung Obergrenze bewegt, muss mit Zinsaufschlägen rechnen. Das Problem: Je früher eine Baufinanzierung ausläuft, umso eher steht die Anschlussfinanzierung an. Wer garantiert, dass diese immer noch günstig ist?

Nachfinanzierung: Die Hürde Kaufnebenkosten

Ing-Diba

Beim Hauskredit sind die Darlehenszinsen eine Sache. Selbst wenn Banken sich mit der Vollfinanzierung einverstanden erklären, tappt man mitunter in eine teure Falle.

Problematisch wird die Situation beispielsweise dann, wenn die Kaufnebenkosten in der Planung keine Rolle gespielt haben. So gibt es ohne die Zahlung der Grunderwerbsteuer keine Unbedenklichkeitsbescheinigung vom Finanzamt – und damit keinen Eintrag des Eigentümerwechsels im Grundbuch.

Wo mehr Kapital erforderlich ist, kann die Nachfinanzierung teuer werden. Und auch die Tilgung sollte man im Auge behalten. Sobald ein Darlehen dem Kreditnehmer jede Möglichkeit nimmt, flexibel auf Veränderungen in den Lebenssituationen zu reagieren, entstehen Risiken.

Innerhalb eines Zeitraums von zehn Jahren sollte man Krankheiten oder Arbeitslosigkeit auf dem Schirm haben. Anpassungen beim Tilgungssatz oder die Sondertilgung sind zwei Optionen, welche sich hier auszahlen können – und in einkommensstarken Phasen den Kreditnehmer das Potenzial der günstigen Darlehenszinsen noch besser ausnutzen lassen.

Einzelnachweise


  1. Deutsche Bundesbank: Zinsstatistik

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