Baukredit
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Jedes Jahr ziehen tausende Haushalte in Deutschland ins Eigenheim um. Besonders in Niedrigzinsphasen ist der Immobilienkauf verlockend. Schließlich reichen Banken und Versicherer den Baukredit günstig aus.

Aber: Einfach einen Kreditantrag zu stellen und auf das Beste zu hoffen ist der falsche Weg. Familien, die so handeln, erleben bei der Immobilienfinanzierung sehr oft unangenehme Überraschungen. Es ist kein Fehler, sich ein wenig intensiver mit den Hindernissen, Hürden und Fallstricken beim Baukredit zu befassen.


Baugeld: Das Vokabular der Banken

Der erste Blick in die Bedingungen zum Baukredit oder den Vertrag zur Baufinanzierung ist für viele Verbraucher verwirrend.

Der Grund: Banken, Versicherer und Bausparkassen, die aktuell den Markt fürs Baugeld bestimmten, arbeiten mit unterschiedlichen Begriffen, die kaum ein Laie kennt. Deshalb ist es durchaus sinnvoll, sich in einem ersten Schritt mit dem Vokabular der Baufinanzierer zu beschäftigen.

Wichtige Begriffe sind unter anderem:

Was ist unter den einzelnen Begriffen im Detail zu verstehen?

Zinsbindungsfrist und Sollzins

Ing-Diba

Einen Baukredit reichen Banken nicht aus reiner Nächstenliebe aus, es geht den Kreditinstituten darum, Erträge mit den Darlehen zu erwirtschaften.

Daher wird für die Geldleihe ein Zins erhoben – der Sollzins. Dieser spiegelt aber nicht alle Kosten wider. Wesentlich mehr Aussagekraft hat daher der effektive Jahreszins.

Bei der Zinsbindungsfrist handelt es sich um jenen Zeitraum, über welchen der Sollzins in der Immobilienfinanzierung festgeschrieben wird. Üblicherweise handelt es sich hier um Fristen zwischen fünf bis 15 Jahren.

Sondertilgung: Schneller wieder schuldenfrei

Als Sondertilgung werden Rückzahlungen des Kreditnehmers bezeichnet, die im Tilgungsplan eigentlich nicht vorgesehen sind. Die meisten Banken erlauben an dieser Stelle Sondertilgungen zwischen fünf bis zehn Prozent. Wer diese Option als Bauherr in Anspruch nehmen will, muss oft Mindesteinzahlungsgrenzen beachten.

Damnum versus Agio

Beim Damnum (oft auch als Disagio bezeichnet) handelt es sich um einen Abschlag auf den Nennbetrag des Darlehens. Wer 100.000 Euro beantragt und im Tausch gegen niedrigere Nominalzinsen das Damnum von zwei Prozent vereinbart, erhält nur 98.000 Euro.

Das Gegenteil zum Damnum – also eine Art Aufgeld – ist das Agio. Letzteres hat im Zusammenhang mit der Baufinanzierung aber nur untergeordnet Bedeutung.

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