Baukredit
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Jeden Monat reichen deutsche Banken Milliarden an Privathaushalte aus – einzig und allein zum Zweck der Immobilienfinanzierung. Allein im November 2015 entsprach das Volumen beim Baukredit einer Summe von mehr als 18 Milliarden Euro. Wesentlich Anteil an den Finanzierungen hat der Ratenkredit.

Aber: Haushalte können Darlehen für den Immobilienerwerb auch auf Basis anderer Kreditvarianten darstellen. Welche Option rechnet sich in welcher Situation? Worauf ist für den Baukredit an dieser Stelle besonders zu achten?


Hausfinanzierung: Die typischen Darlehensvarianten

Viele Haushalte nehmen eine Baufinanzierung als Ratenkredit in Anspruch. Etabliert haben sich an dieser Stelle zwei Formen:

  1. das Annuitätendarlehen
  2. der Tilgungskredit.

Wesentliches Merkmal beider ist die Rückzahlung in festgelegten Tranchen. Aber: Eine wirklich über die Laufzeit fixe Rate ist nur beim Annuitätendarlehen anzutreffen. Beim Tilgungsdarlehen bleibt der Tilgungsteil gleich, die Zinskomponente ändert sich.

Die als Ratenkredit gestalteten Hausfinanzierungen verursachen einen erheblichen finanziellen Aufwand. Seitens der Banken werden daher noch ganz andere Finanzierungsinstrumente angeboten. Ein Beispiel für den Baukredit wäre das endfällige Darlehen oder das Tilgungsersatzdarlehen.

Einmal tilgen statt Ratenkredit

Ing-Diba

Dieser Darlehenstyp bringt eine Besonderheit mit. Der Darlehensnehmer nimmt die Finanzierung auf, zahlt aber keine Raten an die Bank zurück. Lediglich der Zins wird dem Kreditgeber überwiesen. Stattdessen erfolgt eine Tilgung als Einmalzahlung – zum Ende der Laufzeit. Aufgrund dieser Konstruktion wird diese Immobilienfinanzierung auch als Tilgungsersatzdarlehen bezeichnet.

Das Problem: Banken reichen das Geld nicht einfach ins Blaue aus. Allgemein wird hier ein Sparvertrag in das Finanzierungsvehikel eingebunden. Dieser muss den Kredit decken. Haushalte zahlen an dieser Stelle zwar nicht das Baudarlehen wie beim Ratenkredit zurück, lassen Kapital aber in den Sparvertrag fließen.

Vario-Darlehen können schnell teuer werden

Bisher in Deutschland eher unüblich ist eine Hausfinanzierung in Form variabler Darlehen. Hier ist der Zinssatz nicht über Jahre gebunden, sondern wird an einen Referenzzins gekoppelt. Steigt dieser, zieht der Hauskredit in aller Regel zügig nach.

Diese Konstruktion kann gefährlich werden, da die finanziellen Belastungen kaum mittelfristig kalkulierbar sind. Sogenannte Zins-Caps ändern an dieser Tatsache wenig.

Einzelnachweise


  1. Deutsche Bundesbank: Zinsstatistik

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