Baukredit
%
%

Grundpfandrechte werden von Banken regelmäßig zur Besicherung von Finanzierungen für Immobilien eingesetzt. Deren Vorteil:

Das Kreditinstitut kann im Fall von Zahlungsstörungen eigene Ansprüche aus dem Baukredit durch das Grundpfandrecht unkompliziert befriedigen – ohne eine lange Verfahrensdauer in Kauf nehmen zu müssen.

Wer das Eigenheim in Angriff nimmt, muss sich nicht nur mit Fragen nach den Baukosten und Anträgen beschäftigen. Es sollte klar sein, welche Grundpfandrechte für den Baukredit in Frage kommen. Durchgesetzt hat sich inzwischen die Grundschuld. Aber worin genau liegt der Unterschied zwischen Brief- und Buchgrundschuld?

Buchgrundschuld – das Sicherheitsnetz der Bank

Buchgrundschuld

Die rechtlichen Rahmenbedingungen der Grundschuld als Kreditsicherheit werden in §§ 1191 ff. BGB geregelt. Kern des Grundpfandrechts ist nicht einfach nur die Besicherung beim Baudarlehen – also der Anspruch einer Bank auf Zahlung der Geldsumme.

Durch die Eintragung der Grundschuld in das Grundbuch wird ersichtlich, in welcher Höhe und für wen das Grundpfandrecht gilt.

Je nach Ausgestaltung der Grundschuld lassen sich zwei Formen unterscheiden, die:

Wesentliches Unterschiedsmerkmal ist die Tatsache, dass bei einer Briefgrundschuld neben dem Eintrag ins Grundbuch noch die Ausstellung eines Grundschuldbriefs erfolgt. Letztlich ist jede Briefgrundschuld also auch eine Buchgrundschuld. Welche praktische Relevanz hat die Unterscheidung?

Die Buchgrundschuld in der Praxis

Ing-Diba

Sobald ein Grundstückseigentümer eine Grundschuld bestellt und diese im Grundbuch eingetragen ist, liegt auf dem Grundstück eine Belastung. Sind Eigentümer und Grundschuldgläubiger identisch, ändert sich nichts.

Anders die Situation, wenn ein Grundpfandrecht übertragen wird. Gerade wenn bei der Baufinanzierung die Bank durch eine Umschuldung wechselt, sind oft Veränderungen im Grundbuch notwendig.

Die Buchgrundschuld muss schließlich den neuen Rahmenbedingungen angepasst werden. Anfänglich günstiger als die Briefgrundschuld, zeigt sich hier ein Nachteil der Buchgrundschuld. Warum? Ein Grundschuldbrief kann durch Abtretungserklärung übertragen werden und versetzt den Inhaber in eine ähnliche Position wie im Fall der Eintragung einer Buchgrundschuld.

Damit bietet sich hier ein langfristiger Kostenvorteil – wenn die Buchgrundschuld nur einmal bestellt werden muss und anschließend nur der Grundschuldbrief unter den Gläubigern des Bauherren zirkuliert. Der Nachteil: Im Rahmen einer Briefgrundschuld ist die aktuelle Gläubigersituation nicht erkennbar.

Anders die Situation bei einer reinen Buchgrundschuld. Hier ist der Grundbucheintragung unabdingbar – dafür aber auch jederzeit ersichtlich, wer aus dem Pfandrecht zur Fruchtziehung berechtigt ist.

hauspreisrechner

Hauspreis Rechner
Wie viel Haus kann ich mir leisten?

mietrenditerechner

Mietrendite Rechner
Eigenkapital und Gesamtrendite berechnen